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Razzien bei Strache und Gudenus

Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache 2015 bei einer Pressekonferenz. Foto: imago/Eibner Europa
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Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat Medienberichten zufolge bei den nach der Ibiza-Affäre zurückgetretenen FPÖ-Politikern Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus Razzien durchgeführt. Wie die Tageszeitung «Der Standard» berichtet, sollen auch bei dem neuen Finanzvorstand der Casinos Austria AG und FPÖ-Bezirksrat, Peter Sidlo, Hausdurchsuchungen stattgefunden haben. Gleiches gelte für Aufsichtsratspräsident Walter Rothensteiner und Aufsichtsrat Harald Neumann.

Die Causa dreht sich nach Medienberichten um die Bestellung von Sidlo. Wie etwa der «Standard» schreibt, gehe es bei den Vorwürfen um eine mutmassliche ÖVP-FPÖ-Vereinbarung, Sidlo auf einem Ticket von Novomatic, Miteigner von Casinos Austria, in den Vorstand zu entsenden. Im Gegenzug dafür habe die FPÖ offenbar Entgegenkommen bei Gesetzesänderungen in Zusammenhang mit dem kleinen Glücksspiel nach der Wien-Wahl in Aussicht gestellt. Die Genannten haben die Vorwürfe bislang bestritten. Eine Medien-Anfrage an Novomatic, Gudenus und Strache blieb bisher unbeantwortet.

Die Wiener Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit. «Es geht um den Verdacht, dass zwischen Verantwortlichen eines Glücksspielunternehmens und Amtsträgern der Republik Österreich im Gegenzug für die Bestellung eines bestimmten Kandidaten einer Aktiengesellschaft die parteiische Vergabe von Glücksspiellizenzen vereinbart wurde und eine wohlwollende Unterstützung bei regulatorischen Glücksspielbelangen zugesagt wurde.» Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass gegen sechs Personen und einen Verband ermittelt werde – Namen nannte eine Sprecherin nicht.

sz