Nordostschweizer Schwingfest in MeilenNoch fehlen Hunderte Helfer für den Grossanlass
In wenigen Monaten sollen 10’000 Schwingfans auf die Meilemer Allmend strömen. Damit das möglich ist, benötigen die Organisatoren rund 600 Helferinnen und Helfer.

Es verspricht eine Saison der Superlative für Schwingfans am Zürichsee zu werden. Gleich zwei grosse Kranzfeste finden diesen Sommer in den Seebezirken statt: Nachdem zuerst am 1. und 2. Juni das Zürcher Kantonalschwingfest auf dem Horgner Sportplatz Waldegg ausgetragen wird, steigen die Bösen schon am 30. Juni auf der Allmend in Meilen wieder in die Zwilchhosen.
Dann findet nämlich das alljährliche Nordostschweizerische Schwingfest (NOS) im Bezirkshauptort der Goldküste statt. In den fünf Sägemehlringen sollen 150 Schwinger aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Thurgau, Graubünden, St. Gallen und Appenzell sowie acht Gastschwinger gegeneinander antreten. Rund 10’000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet.
Einen Grossanlass dieser Dimension glatt über die Bühne zu bringen, ist nicht ohne helfende Hände möglich. Dabei müssen sich die Veranstalter auf Unterstützung aus der Bevölkerung verlassen: Wie das Organisationskomitee kürzlich mitteilte, werden rund 600 Helferinnen und Helfer benötigt.
Im Festzelt, beim Einlass und im Sägemehl
Für das Gelingen des Fests zeichnet sich ein 16-köpfiges OK verantwortlich, zu dem unter anderem auch der Meilemer Gemeindepräsident Christoph Hiller gehört. Als Präsident fungiert der Küsnachter Alt-Gemeinderat Ueli Schlumpf vom Schwingklub Zürichsee rechtes Ufer.
Um für das leibliche Wohl von Tausenden Schwingfans zu sorgen, sind ein grosses Festzelt sowie mehrere Verpflegungsstände rund um den Festplatz geplant. «Im Gastrobereich haben wir deshalb den grössten Personalbedarf», erklärt Mediensprecher Andreas Hess. Aber auch für die Ticketkontrolle und bei den Sägemehlringen kämen Helferinnen und Helfer zum Einsatz.
Neben einem unvergesslichen Erlebnis, der Verpflegung und einem Helfer-T-Shirt erhielten alle Helfenden auch eine finanzielle Entschädigung. «Ob man diese für seinen Verein oder sich selbst beansprucht, steht jedem offen», sagt der Medienverantwortliche. Ausserdem bleibe ausserhalb der Einsatzschichten auch genügend Zeit, um die «Bösen» anzufeuern.
Gesunder Siegermuni
Neben der Organisation des Helferpersonals laufen die Vorbereitungen auch in anderen Bereichen auf Hochtouren. So hätten sich bereits zahlreiche Partner und Sponsoren gefunden und der Ticketverkauf sei erfreulich angelaufen, sagt Hess. Auch die «Lebendpreise» seien schon ausgewählt worden. Damit gemeint ist insbesondere der Siegermuni namens Perfekt. Der 600-Kilo-Zuchtbulle wurde vergangenen November erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Der junge Stier sei kerngesund, versichert Hess. Die nächsten vier Monate darf sich der hornlose Vierbeiner auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Schmid ob Meilen weiterhin damit beschäftigen, sich den Magen vollzuschlagen: Bis zu seinem grossen Auftritt soll er nämlich ganze 800 Kilogramm auf die Waage bringen.
Auf der Website www.nos2024.ch/helfer gibt es mehr Informationen zum Helferprogramm.
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