Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Schokoladenhersteller aus Kilchberg
Lindt & Sprüngli erzielt Umsatzrekord

Lindt & Spruengli verkaufte von Januar bis Juni Schoggihasen, Lindorkugeln und Pralinés im Wert von 2,09 Milliarden Franken
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.
BotTalk

Lindt & Sprüngli hat im ersten Halbjahr beim Umsatz zugelegt und erstmals in einer ersten Jahreshälfte die Schwelle von 2 Milliarden Franken überschritten. Zudem ist das Unternehmen gegenüber dem Vorjahressemester deutlich profitabler geworden. In der Folge erhöht es die Prognosen für das Gesamtjahr.

Das Kilchberger Unternehmen verkaufte von Januar bis Juni Schoggihasen, Lindorkugeln und Pralinés im Wert von 2,09 Milliarden Franken. Das entspricht einem organischen Plus von 10,1 Prozent, wie dem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresbericht zu entnehmen ist. Dabei hätten alle drei Segmente – Europa, Nordamerika und Rest der Welt – ein deutliches Plus erzielt.

Allerdings drückte die starke Heimatwährung auf das ausgewiesene Resultat. In Schweizer Franken hat das Wachstum nämlich nur 4,7 Prozent betragen.

Höherpreisige Produkte verkauft

Bei der Umsatzsteigerung halfen dem Schokoladenproduzenten allerdings in erster Linie Preiserhöhungen. Weil Rohstoffe und Energie nach wie vor teuer waren, habe man einen Teil der Kostensteigerungen an die Handelspartner weitergegeben, heisst es. Und dies nicht zu knapp: Von den 10,1 Prozent organischem Wachstum gingen 9,3 Prozent auf Preiserhöhungen zurück.

Die restlichen 0,8 Prozent Wachstum sind durch Volumen- und Mixeffekte entstanden. Das heisst: Durch Mehrverkäufe und eine andere Zusammensetzung der verkauften Produkte.

So hätten Konsumentinnen und Konsumenten stärker als im Vorjahr zu hochwertigen, teureren Produkten gegriffen, heisst es. Ausserdem seien Geschenkverpackungen, Pralinés und Schokoladenfiguren wie zum Beispiel Osterhasen beliebt gewesen – alles Produkte, die dem Unternehmen mehr einbringen als einfache Schoggi-Tafeln.

Kakao stark verteuert

Die Kosten entwickelten sich derweil unterschiedlich. Während Energiepreise und die Versorgungssicherheit das Unternehmen zu Beginn des Jahres noch stark beschäftigt hätten, habe sich diese angespannte Situation inzwischen beruhigt, heisst es. Doch wichtige Rohstoffe und Vorprodukte wie Zucker oder Verpackungsmaterial seien nach wie vor sehr teuer. Ausserdem seien die Kosten für Kakao im bisherigen Jahresverlauf um fast einen Drittel gestiegen, was die Preisentspannung bei anderen Produkten zunichtemachte.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg dennoch auf 255 Millionen Franken, was einer Steigerung von knapp 38 Prozent entspricht. Die EBIT-Marge als Mass der Profitabilität nahm um 2,6 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent zu (H1 2022: 9,3%).

Allerdings gehen die Verantwortlichen laut der Mitteilung davon aus, dass sich diese Entwicklung im zweiten Halbjahr 2023 nicht im gleichen Mass fortsetzen werde. Denn die Rohmaterialkosten dürften nach Einschätzung des Managements weiter steigen. Ausserdem seien erhöhte Investitionen im Bereich Marketing geplant.

Ausblick erhöht

Unter dem Strich erwirtschaftete Lindt einen Gewinn von 204,5 Millionen Franken nach 138 Millionen im ersten Semester des Vorjahres. Für das Gesamtjahr gibt sich das Unternehmen nun zuversichtlich und erhöht die Schätzungen für die eigene Performance.

So gehen die Verantwortlichen für 2023 neu von einem organischen Umsatzwachstum zwischen 7 und 9 Prozent aus. Zuvor hatten sie noch mit einem organischen Wachstum von 6 bis 8 Prozent gerechnet. Die Erwartungen für die EBIT-Margensteigerung wurden ebenfalls erhöht. So soll die Marge neu um 30 bis 50 Basispunkte steigen nach bislang erwarteten 20 bis 40 Basispunkten.

SDA/far