Hoher Pegelstand im ZürichseeLimmatboote können Seebecken nicht verlassen
Die ergiebigen Regenfälle lassen den Zürichsee anschwellen. Auf der Limmat können die Limmatschiffe nicht mehr fahren.

Zum zweiten Mal in diesem Sommer musste die Schifffahrt auf der Limmat in Zürich eingestellt werden. Wegen des hohen Pegelstands des Zürichsees, der sich bis zum Lettenwehr und damit auf der gesamten Fahrstrecke der Limmatboote fortsetzt, verkehren die flachen Schiffe vorläufig nur im Seebecken. Das bestätigt die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) auf Anfrage.
Am Sonntagmorgen wurde die kritische Höhe von 406,00 Metern übertroffen, ab der die Limmatboote nicht mehr unter allen Brücken durchfahren können. Am Montagvormittag lautete der Pegelstand sogar 406,22 Meter. Vorläufig ist die Limmatschifffahrt zwischen Bürkliplatz und Landesmuseum eingestellt. Wie lange die Sperrung dauert, hängt vom Pegel des Zürichsees ab. Er muss auf 406,00 Meter fallen, damit die Limmatschifffahrt wieder aufgenommen werden kann, heisst es von der ZSG.
Gefährliche Unfälle
Schon Mitte Juli kam es zur Betriebseinstellung. Damals war aber weniger der Regen als eine Sicherheitsmassnahme Auslöser der Sperre. Das Limmatwehr am Platzspitz wurde hochgefahren und so der Abfluss gedrosselt, um die vielen auf dem Fluss treibenden Gummi- und Schlauchbootfahrer zu schützen. Vor dem nächsten Wehr in Höngg kam es nämlich zu zwei gefährlichen Unfällen, weil Bootsfahrer wegen der starken Strömung nicht mehr rechtzeitig aussteigen konnten. Ein Boot mit vier Personen wurde über das Wehr gespült, eine Frau konnte im letzten Moment vor dem Ertrinken in einer Wasserwalze gerettet werden.
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