Die Zahl der Einbrüche um den See sinkt
Die Kantonspolizei vermeldet in ihrer Kriminalstatistik eine klare Abnahme der Einbrüche rund um den See. Zugleich ist aber auch die Aufklärungsquote seit Jahren niedrig.

Einbrecher sind nicht wählerisch in der Auswahl ihrer Zielobjekte. Wohnungen in einem ruhigen Quartier werden genauso ausgeräumt wie alleinstehende Einfamilienhäuser. In der dunklen und kühlen Jahreszeit steigt die Zahl der Einbrüche und mit ihr die Besorgnis der Bevölkerung.
Um diesen sogenannten Dämmerungseinbrüchen entgegenzuwirken, ergreift die Polizei jedes Jahr verschiedene Präventionsmassnahmen. Diese scheinen zu wirken, wie Zahlen der Kriminalstatistik zeigen. In den letzten vier Jahren sank die Zahl gemeldeter Einbruchsdiebstähle in den Bezirken Horgen und Meilen im Durchschnitt klar. In Horgen waren es im Jahr 2016 mit 453 am wenigsten Fälle seit 2012, damals wurden 614 erfasst. In Meilen waren es mit 410 zwar fünf Fälle mehr als im Jahr zuvor, im Vergleich zu den 535 Fällen von 2012 dennoch deutlich weniger.
Im kantonalen Druchschnitt
Ein ähnliches Bild zeigt die Statistik zu den Einschleichdiebstählen, jenen Fällen also, bei denen der Einbrecher durch offen stehende Fenster oder Türen zu Wertsachen gelangt. Sowohl in Horgen als auch in Meilen gab es 2016 mit 78 respektive 79 Fällen die niedrigsten Werte seit vier Jahren. 2017 sei die Tendenz bei Einbruchs- und Einschleichdiebstählen weiter sinkend, sagt Marc Besson, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich.
Mit diesen Zahlen liegen die beiden Seebezirke im kantonalen Durchschnitt (ohne die Stadt Zürich). Auf 10 000 Einwohner fanden 37 Einbruchsdiebstähle und sechs Einschleichdiebstähle am linken und 41 respektive acht am rechten Seeufer statt.
Aufklärungsquote bleibt tief
Weiterhin tief ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen. Kantonsweit lag sie letztes Jahr bei 12,8 Prozent, vor zwei Jahren gar unter zehn Prozent. Für 2017 gibt es hierzu noch keine offizielle Zahlen. Unverändert bleibt die Auswahl der Wertgegenstände, die von Dieben bevorzugt werden. «Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bargeld, Schmuck und elektronische Geräte», sagt Besson. Um die Bevölkerung weiterhin bestmöglich vor Dämmerungseinbrüchen zu schützen, verwendet die Polizei in der Präventionsarbeit neben herkömmlichen Methoden auch moderne Technik.
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