Bewährtes Rezept in neuer Welt
Mit dem Heimspiel gegen Sarnen beginnt für den UHC Pfannenstiel das Abenteuer Nationalliga B. Mit einem kaum veränderten Kader will der Aufsteiger den Ligaerhalt schaffen.

Vieles wird neu sein diese Saison: andere und stärkere Gegner, höherer Rhythmus, weitere Reisen. Doch in einem Punkt bleibt sich der UHC Pfannenstiel treu: Der Klub funktioniert noch immer als dieselbe verschworene Einheit, die im April ziemlich unerwartet zum ersten Mal in der Klubgeschichte in die Nationalliga B aufgestiegen ist.
Es war bereits der fünfte Aufstieg, den der Liftklub in den vergangenen zehn Jahren feiern konnte.Wer nun meint, dass «Pfanni» seinen Trainingsbetrieb massiv ausgebaut hat, der täuscht sich. Mit zwei Einheiten im Team und einem Individualtraining bleibt beim UHCP vieles beim Alten. Zwar wurde nach dem historischen Aufstieg im Verein thematisiert, ob das Fanionteam ein drittes Mannschaftstraining durchführen soll. Aufgrund der dichten Hallenbelegung sei dies in Egg aber schwierig, sagt Trainer Christof Maurer. Verzichtet wurde ausserdem auf ausländische Verstärkungsspieler. Stattdessen setzt der Verein weiterhin auf junge Spieler aus der Region.
Neuer Trainer
«Mit Marc Werner konnten wir einen jungen und hungrigen Trainer an den Pfannenstiel locken», sagt Trainerkollege Maurer. Vier Stammspieler der letzten zwei Saisons und auch der Aufstiegsmannschaft werden in der NLB nicht mehr dabei sein. Während Luca Wildi aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklären musste, wechselt Heinz Wickli zurück zu United Toggenburg. Kai Curty und Kevin Schmocker gingen in die 2. Mannschaft.
«Spielerisch können wir uns bestimmt noch steigern.»
24 Feldspieler und drei Torhüter umfasst das NLB-Kader. Darunter sind die drei Neuzuzüge Remo Gallati, Florian Hafner und Fabio Luchsinger. Sie stammen allesamt aus den Reihen des UHC Uster und haben sich diesen Sommer dem Nachbarverein angeschlossen. Alle gaben den Teamspirit und die neue Herausforderung in der NLB als Hauptgründe für den Wechsel an. «Die Jungs passen hervorragend ins Teamgefüge», sagt Maurer.
Auf stabile Defensive bauen
Was diese Jungs in der zweithöchsten Spielklasse erwartet, kann am Pfannenstiel niemand so recht voraussagen. «Wir sind alle sehr gespannt darauf, wie wir uns in der neuen Liga zurechtfinden werden», sagt Maurer. Der Trainer baut auf eine stabile Defensive als Grundstein. «Spielerisch können wir uns aber bestimmt noch steigern.»
Das Fazit aus den Testspielen fällt für den Aufsteiger durchzogen aus: gegen Halbfinalisten der Erstliga-Playoffs der abgelaufenen Saison gab es einen Sieg und eine Niederlage. Zudem verloren die Oberländer gegen NLA-Aufsteiger Zug United knapp. Und im Cup schied der UHC Pfannenstiel gegen Zweitligist Bassersdorf-Nürensdorf sang- und klanglos aus. Dennoch bleibt Christof Maurer zuversichtlich. Der Liga-Neuling strebt einen Platz in den Top 8 an. Dieses Ziel mag für Aussenstehende optimistisch klingen. Maurer sagt: «Den Ligaerhalt schafft man am besten mit der Playoff-Qualifikation. Peilen wir dies nicht als Ziel an, müssten wir ja gar nicht erst zur Qualifikation antreten.»
Gradmesser zum Auftakt
Zum Saisonstart bekommen es die Oberländer mit Ad Astra Sarnen zu tun. Die Obwaldner schlossen die letzte Saison als solider Vierter ab, wenngleich mit deutlichem Rückstand auf das Spitzentrio. Trainer Maurer sieht Sarnen als idealen Auftaktgegner vor eigenem Anhang, weil sein Team dann relativ rasch wisse, wo es steht.
«Den Ligaerhalt schafft man am besten mit der Playoff-Qualifikation.»
Und die Gruppe im Allgemeinen? Eine Einschätzung zu wagen sei vor dem ersten Spieltag schwierig, sagt der Coach, der die Vereine Floorball Thurgau, Unihockey Basel Regio und Ad Astra Sarnen in den Top 3 erwartet. Klar sei, dass ein Team in dieser Liga schnell einige Ränge hochklettern – jedoch auch einige Plätze verlieren könne. Auch das ist Teil des Abenteuers, das für die Spieler des UHC Pfannenstiel am nächsten Samstag in der heimischen Kirchwies -Halle beginnt.
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