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Atommüll in Stadel
Tiefenlager würden nicht von Gletscher ausgegraben

Das geplante Tiefenlager in Stadel muss auch einer neuen Eiszeit standhalten. Forschende kamen nun zum Schluss, dass auch ein möglicher Gletscher das Lager nicht ausgraben kann. (Archivbild)
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Das geplante Tiefenlager in Stadel würde auch einer möglichen nächsten Eiszeit standhalten. Selbst ein Gletscher dürfte das Atommüll-Lager nicht ausgraben. Zu diesem Schluss kommen Forschende in einer neuen Untersuchung.

Auch wenn sich das Klima aktuell erwärmt, könnte irgendwann wieder eine Eiszeit über die Schweiz hereinbrechen. Ein Tiefenlager sollte aber über eine Million Jahre sicher sein – und müsste deshalb auch vor erneuten Gletschervorstössen geschützt sein.

Beim geplanten Tiefenlager in Stadel ist dies der Fall, wie eine am Dienstag publizierte Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag zeigte. Selbst ein Vorstoss des Rhein-Linthgletschers aus dem Bündner- und dem Glarnerland würde nach aktuellem Wissensstand nicht ausreichen, den deponierten Atommüll auszugraben. Der Opalinuston, in dem die Abfälle lagern sollen, bleibe ungestört.

Untersuchung zeigt 2,6 Millionen Jahre der Erdgeschichte

Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, untersuchten Forschende einen 278 Meter langen Bohrkern, den die Nagra, die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, beim geplanten Lagerstandort in Stadel aus dem Boden geholt hatte.

Dieser Bohrkern erzählt fast die ganze geologische Geschichte des Quartärs, der jüngsten 2,6 Millionen Jahre der Erdgeschichte. Besonders interessiert waren die Forschenden an den Sedimenten, die sich in einem lang gezogenen See abgelagert hatten.

Dieser Seetrog wurde vom Eis der Alpengletscher ausgehobelt und später mit Ablagerungen aufgefüllt. Die Forschenden konnten aufzeigen, dass dieser Trog von späteren Gletschervorstössen nicht erneut ausgeräumt wurde. Somit wäre auch ein Tiefenlager vor einem neuen Gletschervorstoss geschützt.

SDA/far