Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Wahlen in Oberrieden
SVP-Sprengkandidat verpasst die Wahl deutlich

In Oberrieden bleibt fast alles beim Alten. Lediglich Schulpräsidentin Verena Reichmuth-Graf (3.v.l.) wird für die neue Legislatur nicht mehr antreten.
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.
BotTalk

Die kleinste Gemeinde am Zürichsee liess sich bei der Auszählung der Resultate am Sonntag Zeit. Erst gegen 17.30 Uhr verkündete Martin Arnold (SVP) als wiedergewählter Gemeindepräsident die Resultate.

Grosse Veränderungen wurden im Vorfeld nicht erwartet, und so kam es auch: Alle sechs bisherigen Mitglieder im Gemeinderat wurden wiedergewählt. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 39 Prozent. 

«Wieder gleich vorgehen»

Für eine Überraschung hätte in Oberriedens Gemeinderat einzig Adrian Wegmann sorgen können. Der Präsident der örtlichen SVP setzte es sich als Ziel, für die SVP einen zweiten Sitz zu erobern. Dies, nachdem er den Gemeinderat als «harmoniebedürftig» bezeichnet hatte. Dafür legte er sich ins Zeug und besuchte alle 2500 Haushalte im Dorf.

Gereicht hat es ihm mit 572 Stimmen dennoch nicht. «Trotzdem würde ich wieder genau gleich vorgehen. Die Gespräche im Dorf waren anregend», sagt Wegmann. Er sei zwar etwas enttäuscht. «Dafür bleibt nun aber mehr Zeit, um sich auf die Kantonsratswahlen vorzubereiten.»  

Obwohl er in Oberrieden von Tür zu Tür ging, reichte es Adrian Wegmann nicht für den Gemeinderat.

Mit 966 holte sich Finanzvorsteherin Sandra Burlet Pavone (FDP) am meisten Stimmen, dies als einzige Frau im Oberriedner Gemeinderat. Sie zeigte sich überrascht ob dem deutlichen Resultat. «Ich vermute, dass es ein grosser Pluspunkt war, dass wir unser Versprechen einhalten konnten und sich die Schuldensituation in der Gemeinde besserte.» Nun freue sie sich auf die zweite Legislatur, um die begonnene Arbeit fortzusetzen.

«Sowieso gewonnen»

Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP) erreichte mit 825 Stimmen nur das fünftbeste Resultat, wurde aber als Gemeindepräsident klar wiedergewählt und tritt damit nun seine fünfte Legislatur an. «Gewonnen hätte ich so oder so; wäre ich nicht wiedergewählt worden, wäre meine Agenda ab Juni sehr viel leerer gewesen. »

Nach dem Rücktritt von Verena Reichmuth-Graf (parteilos) hat Oberrieden mit Janek Lobmaier (SP) einen neuen Schulpräsidenten. Mit 800 Stimmen eroberte sich der 48-Jährige das Amt klar. «Obwohl das Resultat absehbar war, weil ich als Einziger für das Amt kandidierte, freue ich mich über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird.» 

Psychologiedozent Janek Lobmaier ist neuer Schulpräsident.

Für die Sozialbehörde wurden Sandra Manini (FDP), Benjamin Schenk (FDP) und Natalie Angst gewählt. Weil kein weiterer Kandidat das absolute Mehr erreicht hat, kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Für dieses Amt gab es im Vorfeld weniger Interessenten als Sitze.