MeilenEin Wochenende für den perfekten Klang
In Elm erleben Musiker ein Wochenende voller Musik und Gemeinschaft. Schwierige Stücke prägen die Proben.

Wenn Musik und Alpenluft aufeinandertreffen, entsteht etwas Magisches. Genau das erlebt der Musikverein Meilen jedes Jahr beim Probenwochenende in Elm. Inmitten der beeindruckenden Bergkulisse verfeinerte das Orchester kürzlich die letzten Details für die bevorstehenden Jahreskonzerte. Dieses Wochenende ist aber jeweils mehr als eine Vorbereitung. Es ist eine Gelegenheit, den Zusammenhalt des Orchesters zu stärken und sich von der Berglandschaft beflügeln zu lassen.
Schostakowitsch und Mertens
Den Auftakt des Programms bildet die «Festive Ouverture, Op.°96» von Dmitri Schostakowitsch, die pure Lebensfreude vermittelt. Während der Proben in Elm brachte dieses Stück nicht nur die Instrumente, sondern auch die Musikerinnen und Musiker selbst zum Strahlen. Ein Kontrast zur festlichen Ouvertüre ist die «Second Symphony, Op.°44» von James Barnes, die durch emotionale Tiefe und Komplexität besticht. Das Werk erzählt eine Geschichte von innerem Kampf und Hoffnung. Dieses musikalisch dicht gesetzte Werk erfordert von den Musikerinnen und Musikern höchste Konzentration und emotionale Hingabe, die am Probenwochenende vom Dirigenten Roman Brogli intensiv eingefordert wurden. Das dritte Stück «The Bridge» von Hardy Mertens, schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne. Die Komposition wurde ursprünglich für das 150-Jahr-Jubiläum einer niederländischen Harmonie geschrieben und spiegelt den lockeren Lebensstil wider. Doch hinter der Leichtigkeit verbirgt sich eine technische Herausforderung, welche vom Orchester viel Engagement abverlangt.
Im Anschluss an die anstrengende Samstagsprobe nutzte der Musikverein die Gelegenheit, frische Bergluft zu geniessen, bevor es in den gemütlichen Suworow-Keller ging, wo die Musikerinnen und Musiker fast den gesamten Keller in Beschlag nahmen. Als ob sie dort schon heimisch wären, genossen sie die ausgelassene Stimmung und führten angeregte Gespräche, während sie den Keller in eine kleine Bühne verwandelten. Mit ein paar Sleepy-Shots konnte später jedes Mitglied friedlich ins Land der Träume eintreten.
Nach zwei Tagen Probearbeit machten sich die Vereinsmitglieder auf den Weg zurück nach Hause.
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