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283. Spiel der Rivalen
GC steht dem FCZ grosszügig zur Seite

26.09.2023; Zuerich; Fussball Super League - FC Zuerich - Grasshopper-Club Zuerich; 
Amir Abrashi (GC), Nikola Katic und Lindrit Kamberi (Zuerich) 
 (Marc Schumacher/freshfocus)

Derby ist in Zürich, wenn der FCZ und die Grasshoppers aufeinandertreffen. Derby in Zürich ist, wenn das Niveau sehr gewöhnungsbedürftig ist – und wenn am Ende zwei Fehler der GC-Abwehr entscheiden. Krasniqi und sein Nachfolger Marchesano schlagen Profit daraus.

Zum 283. Mal steht diese Begegnung auf dem Programm. Gefühlt seit Jahrzehnten ist der Rasen nicht mehr so schlecht gewesen wie diesmal. Acker ist noch eine vornehme Bezeichnung dafür. Wenigstens haben die beiden Mannschaften das als Ausrede, warum sie spielerisch so wenig zustande bringen.

Am Anfang zündet die Südkurve ihr Feuerwerk und taucht das Stadion in Rauch, die GC-Kurve reagiert mit ein paar Pyros. Die beiden Lager decken sich mit den üblichen Schimpfwörtern ein, die vorzugsweise mit «Sch…» beginnen. Es ist das übliche Derby-Niveau.

Abrashi, wie er leibt und lebt

Eine Viertelstunde dauert es, bis sich die erste erwähnenswerte Szene zuträgt. Okita tritt einen Corner, der aufgerückte Katic kommt aus vier Metern zum Kopfball und bringt es fertig, den Ball direkt auf Hammel zu lenken. Der GC-Goalie kann gar nicht anders, als zu klären.

Eine halbe Stunde dauert es, bis Abrashi im Mittelfeld Mathew aus dem Weg räumt und dafür verwarnt wird. Der GC-Captain mag noch lange reklamieren, Gelb ist die angemessene Strafe für sein unbedachtes Vorgehen, das Konsequenzen hat: Er ist im nächsten Spiel bereits gesperrt. Letzte Woche hat Trainer Bruno Berner seinen Charakter noch gelobt und gesagt, er hätte gerne mehr erfahrene Spieler wie Abrashi. Vielleicht hätte er dann auch mehr Gesperrte.

Abrashi ist es auch, der in der 37. Minute prominent vertreten ist, als sich endlich etwas Entscheidendes zuträgt. Auf der rechten Seite verspringt ihm der Ball, Conceiçao profitiert, lässt Tobers stehen und bringt den Ball zur Mitte. Sein Zuspiel landet schliesslich perfekt vor den Füssen von Krasniqi. Er trifft per Schlenzer in die tiefe rechte Ecke.

Ein Tor in einem solchen Match kann nicht schaden, es kann für Bewegung sorgen. Zumindest ist das aus neutraler Warte die Hoffnung. Es ist bis dahin eben schon sehr wenig passiert. Die Grasshoppers suchen ihr Glück in langen Bällen, um den Weg zum gegnerischen Tor abzukürzen. Zweimal sehen ihre Aktionen ganz gefällig aus. Einmal ist es Babunski, der Richtung Brecher stürmt, dann De Carvalho. Beide begehen den gleichen Fehler: Sie legen sich den Ball zu weit vor und bannen die Gefahr für das FCZ-Tor gleich selbst.

In der Pause sagt GC-Sportchef Bernt Haas ins Mikrofon von Blue, sie seien auf dem richtigen Weg, und Details würden entscheiden. Wenn es bloss Details wären, die diese Saison bei den Grasshoppers zu korrigieren wären. Es sind vielmehr richtige Baustellen zu beheben, bis sie so weit sind, sich als stabile Mannschaft begreifen zu können. Das kurze Aufbäumen in den letzten Minuten ändert an diesem Eindruck auch nichts.

Die Abwehr ist anfällig. Seko leistet sich nicht zum ersten Mal diese Saison zu viele Aussetzer. Das ist zum Beispiel in der 73. Minute der Fall. Unbedrängt lenkt er den Ball zu Rohner ab, dessen Vorarbeit nutzt Marchesano zum 2:0. Der Routinier steht in diesem Moment erst drei Minuten auf dem Platz.

Der FCZ wiegt sich in Sicherheit und legt keinen Wert mehr darauf, weiter nachzusetzen. Die gut 17’000 Zuschauer bekommen noch das geboten, was sich in einem solchen Fall oft zuträgt: Es braucht nur eine zufällige Aktion, um die Spannung ins Spiel zurückzubringen.

Die Parade von Brecher

Schürpf spielt den Ball vors Tor. Hodza, auch er nicht lange auf dem Platz, will klären. Und macht alles falsch. Mit seinem Eigentor in der 90. Minute bringt er bei GC die Hoffnung zurück, den Abend vielleicht doch noch mit einem kleinen Erfolgserlebnis zu beenden.

Und der Moment kommt, der alles auf den Kopf stellen könnte. Laws bietet sich auf einmal die Chance zum Ausgleich. Brecher aber macht, was ein guter Goalie macht: Er wehrt den Schuss bravourös ab.

Den Grasshoppers bleibt nichts anderes übrig, als sich an den letzten Minuten festzuklammern und aufzurichten. Der Blick auf die Statistik hilft ihnen dabei nicht. In den letzten fünf Runden haben sie einen Punkt geholt. Und der nächste Gegner am Samstag heisst YB.

Der FCZ dagegen lässt es sich zumindest für eine Nacht wieder als Tabellenführer gut gehen. Acht Spiele, noch keines verloren – so lässt sich am Sonntag beruhigt nach Luzern fahren.

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Aus, aus, das Spiel ist aus!

Am Ende ist es tatsächlich noch einmal richtig knapp geworden. Joshua Laws hat den Ausgleich für die Grasshoppers auf dem Fuss. Aber Yanick Brecher beweist, dass er ein überdurchschnittlicher Super-League-Goalie ist und wehrt stark ab. Das ist in der 92. Minute die letzte Torchance der Grasshoppers. Und damit bleibt es beim 2:1-Sieg für den FCZ.

Die Tore für den FCZ erzielen Bledian Krasniqi in der 37. und Antonio Marchesano in der 73. Minute. Das ist nicht nur von der Zahlenfolge her recht lustig. Marchesano ist auch der Spieler, der kurz vor dem Tor für Krasniqi eingewechselt worden ist.

Der FCZ ist mit diesem Sieg zumindest eine Nacht und einen Tag lang Tabellenführer. Am Mittwoch könnte er von den Young Boys wieder überholt werden. Am Donnerstag hat der FC Luzern die Chance, sich wieder am FCZ vorbei zu schieben.

Für GC sieht die Bilanz weniger schön aus. Sie haben jetzt in fünf Ligaspielen bloss einen Punkt gewonnen und sind ausserdem im Cup gegen Sion ausgeschieden. Und der nächste GC-Gegner ist Meister YB.

Das ist das Ende meines Tickers. In Kürze meldet sich hier Kollege Thomas Schifferle mit einem ausführlichen Spielbericht.

92. Schuss Babunski

Dorian Babunski aus 15 Metern. Sein Schuss ist schwach – und wird erst noch zur Ecke abgelenkt.

Und die hat es in sich! Laws kommt aus 14 Metern zum Schuss. Aber Brecher hält ganz hervorragend. Meine Füsse danken es ihm. Aber GC hätte jetzt den Ausgleich fast verdient.

92. Spannung!

Wer hätte gedacht, dass in dieses Derby doch noch einmal Spannung kommt? Ich gebe zu: Ich nicht. Mal schauen, was GC jetzt alles nach vorne wirft.

90. Tor GC

Ha, da scheine ich die Grasshoppers angestachelt zu haben! Flanke Francis Momoh – und dann ist es der FCZler Selmin Hodza, eben erst eingewechselt, der den Ball über die Linie drückt.

88. Da geht nix mehr

Wenn GC hier noch einen Punkt holt, dann laufe ich heute barfuss nach Hause. Top, die Wette gilt!

87. Wechsel FCZ

Jonathan Okita und Rodrigo Conceiçao dürfen die Daunenjacken anziehen. Dafür dürfem Armstrong Oko-Flex und Selmin Hodza noch ihre Leibchen dreckig machen. An das Waschpersonal denkt hier mal wieder keiner.

84. Die GC-Bilanz

Puh, die Bilanz der Grasshoppers sieht sehr unschön aus. Verliert das Team heute, dann hat es in den letzten fünf Ligaspielen gerade mal einen Punkt gewonnen. Und ist dafür auch noch im Cup gegen einen Unterklassigen Gegner ausgeschieden. Gut, der heisst immerhin FC Sion. Aber für die allgemeine Stimmungslage können diese Resultate nichts Gutes bedeuten.

81. Berners Wedeln

Bruno Berner versucht, seine Spieler mit aufmunternden Armbewegungen noch einmal anzutreiben. Vielleicht will er aber auch einfach den Nebel vor seinen Augen vertreiben. GC jedenfalls wirkt nach dem zweiten Gegentreffer wie ein angeknockter Boxer: kurz vor dem endgültigen Aus.

78. Leichter Bodennebel

Vermutlich ist die Sicht auf dem Spielfeld weit besser. Wir von der Haupttribüne aus sehen vor allem Weiss, durchmischt mit Grau. Vorhin soll es laut Geräuschpegel zu einer Chance für den FCZ gekommen sein. Leider kann ich dieses Gerücht weder bestätigen noch widerlegen.

?? Wechsel GC

Ich sehe praktisch nichts mehr, darum die fehlende Minutenzahl. Aber GC wechselt. Amir Abrashi und Theo Corbeanu gehen raus. Joshua Laws und Awer Mabil kommen rein.

75. Hart für GC

Dieses zweite FCZ-Tor ist ein schlechter Lohn für die Grasshoppers, die sich in den letzten Minuten zu so etwas wie einer Sturm- und Drangphase aufgerafft haben. Aber es ist schlussendlich auch das Resultat eines Qualitätsunterschieds. Während Corbeanu den Ball aus wenigen Metern nicht ins Tor bringt, trifft Marchesano aus einer schwierigeren Situation. Und Goalie Justin Hammel sieht auch nicht eben überragend aus dabei.

73. Tor FCZ

Kaum ist er im Spiel, da trifft er schon. Antonio Marchesano mit dem 2:0. Ayumu Seko köpfelt einen Ball im Strafraum genau zu Fabian Rohner, der direkt Marchesano bedeient. Und der zieht sofort ab.

72. GC wechselt

Maksim Paskotsi kommt für Théo Ndicka.

71. Wechsel FCZ

Bledian Krasniqi wird beim FCZ durch Antonio Marchesano ersetzt. Ausserdem kommt Fabian Rohner für Daniel Afriyie. Zuvor ist schon Fabio Daprelà durch Silvan Wallner ersetzt worden.

69. Tobers

Erst hat er auf der Grundlinie so einen eingesprungenen Hackentrick im Repertoire, der Yanick Brecher zum Einsatz zwingt. Dann springt er elegant ab im FCZ-Strafraum und fordert einen Penalty – bekommt ihn aber nicht. Kristers Tobers ist zwar GC-Innenverteidiger – aber derzeit gerade seeeeehr offensiv unterwegs.

65. Chance GC

Gerade wollte ich schreiben, dass Pascal Schürpf etwas Zug ins GC-Spiel gebracht hat, da tut er, was man auf diesem Rasen einfach mal tun sollte: Er gibt dem Ball die Chance, in die aus seiner Sicht richtige Richtung zu hüpfen. Sein weiter Querpass hoppelt durch den FCZ-Strafraum und kommt tatsächlich zu Theo Corbeanu.

Nur wird der dann Opfer des Holperns – oder seiner Nerven – oder seiner Technik (richtiges bitte ankreuzen) und drischt den Ball aus sechs Metern einen Meter über das Tor.

69. Berner wüsste es

Bruno Berner wüsste glaub's, wie die FCZ-Abwehr zu knacken wäre. Bloss kommen seine Botschaften noch nicht an.

60. Rudelbildung

Was wäre ein Derby ohne? Rudelbildung, weil sich Lindrit Kamberi und Theo Corbeanu uneins sind über die schönsten Ausflugsziele in der Region. Der Disput wird von Fedayi San folgendermassen gelöst. Es ist der Üetliberg und beide sehen Gelb.

58. GC wechselt

Pascal Schürpf kommt für Filipe De Carvalho. Und Francis Momoh ersetzt Giotto Morandi, der heute Abend praktisch unsichtbar geblieben ist.

58. Gelb Tobers

GC-Innenverteidger Kristers Tobers grätscht Bledian Krasniqi um. Der fällt sehr schön und wird dafür insofern belohnt, als Tobers verwarnt wird.