AboArchäologe im Interview«Krieg ist eine späte Anomalie in der Menschheitsgeschichte»
Haben Menschen früher friedlicher gelebt, und wäre das wieder möglich? Der Archäologe Harald Meller über die Frage, wie sehr Gewalt in der Natur des Menschen liegt.

Für Harald Meller ist es kein Wunder, dass Menschen sich die Möglichkeit einer friedlichen Welt kaum vorstellen können.
Foto: Hendrik Schmidt (DPA, Keystone)
In Kürze:
- Urgeschichtliche Gewalt war individuell, Kriege existieren erst seit etwa 15’000 Jahren.
- Sesshaftigkeit schuf Konfliktpotenzial um Ressourcen und führte zu Territorialität.
- Frühe Staaten waren gewaltbasiert und despotisch, Krieger wurden glorifiziert.