4:6-Niederlage in ZugDreifacher Lino Martschini schlägt den EHC Kloten
Nach zwei Siegen in Folge beziehen die Zürcher Unterländer ohne ihren Captain Steve Kellenberger wieder einmal eine Niederlage. Kloten überzeugt dennoch durch seine Effizienz.

Spielt Kloten, heisst es auf den besten Plätzen jeweils: Zusammenrücken. Schuld daran ist das österreichische Verteidigertalent David Reinbacher, der die NHL-Scouts in Scharen anzieht. 37 Talentspäher sind es alleine in Zug. So viele wie nie zuvor.
Einigen dürfte vor der Partie kurz der Atem gestockt haben. Klotens Kommunikationschef Roland Jauch erlaubte sich anlässlich der Medienkoferenz nämlich einen Scherz und vermeldete den 18-Jährigen kurzerhand als abwesend. Dann hielt Jauch kurz inne, sprach von einem Irrtum und machte auf die Abwesenheit von Steve Kellenberger aufmerksam, der krank im Bett liegt. Und wie so oft, wenn der Ur-Klotener fehlt, gibt es auch keine Punkte. So auch in Zug. Dabei zeigt der Aufsteiger eine starke Partie, überzeugt durch seine Effizienz.
Zug hadert mit den Unparteiischen
Zug macht das Spiel, Kloten die Tore. So zumindest sieht die Partie über weite Strecken aus. Im ersten Abschnitt kommen die Gäste nur zu fünf Abschlüssen, erzielen aber zwei Tore. Dabei reüssiert der erst 19-jährige Mischa Ramel im dritten National-League-Spiel zum ersten Mal, bezwingt den nicht immer stilsicher agierenden Luca Hollenstein im Zuger Tor wie ein Routinier.
Kloten führt 2:1 und 3:2. Wie schon beim 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen in Freiburg am Dienstag skort Miro Aaltonen doppelt. Die Zuger hadern mit zunehmender Spieldauer mit den Schiedsrichtern. Einmal wird ihnen ein Tor aberkannt, nachdem der EHC-Coach Jeff Tomlinson mit seiner Challenge erfolgreich ist und die Schiedsrichter eine visuelle Torhüterbehinderung ausmachen. Ein andermal scheint Metsola bezwungen, doch selbst auf den Videobildern ist die Scheibe nirgends zu erkennen. Und zu guter Letzt wird ein Tor nicht anerkannt, weil die Unparteiischen das Spiel bereits unterbrochen haben. Und dennoch setzt sich der Meister am Ende verdient durch.
Er dominiert das Spiel mit 36:20-Schüssen, geht nach 18 Sekunden im dritten Abschnitt dank Doppeltorschütze Fabrice Herzog erstmals in Führung und antwortet auf den Ausgleich drei Minuten später mit dem Game-Winning-Goal. Es ist der dritte Treffer von Lino Martschini. Am Ende, als es Kloten noch ohne Torhüter versucht, gelingt Reto Suri mit einem Empty-Netter noch das erste Saisontor.
Die Zürcher Unterländer liegen in der Tabelle nur noch zwei Punkte vor dem elftklassierten Ambri. Am Sonntag kommt es in der Stimo-Arena zum Duell gegen den EHC Biel.

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