Grossfahndung in Uetikon am SeePolizei verfolgte Einbrecherbande mit Helikopter – zwei Personen flüchtig
Am Dienstagabend beobachteten Anwohner in Zollikon, wie drei Einbrecher in ein Wohnhaus einstiegen. Nur einer davon konnte von der Polizei geschnappt werden.

Am Dienstagabend lieferten sich die Kantonspolizei und eine Einbrecherbande eine Verfolgungsfahrt von Zollikon bis Uetikon. Wie die Medienstelle der Kantonspolizei mitteilt, sei um etwa 19.30 Uhr ein Einbruchalarm aus einem Einfamilienhaus in Zollikon in der Einsatzzentrale eingegangen.
Etwa zeitgleich meldeten zwei Anwohnende über den Notruf, dass drei verdächtige Personen mit einem Auto davongefahren seien. Einer der beiden Anwohner konnte der Polizei die Verdächtigen beschreiben, der andere das Fahrzeug. Sofort wurde eine gross angelegte Fahndung eingeleitet.
29-Jähriger verhaftet
Wie es in der Mitteilung weiter heisst, habe eine Patrouille der Kommunalpolizei Meilen das beschriebene Fahrzeug erkennen und diesem folgen können. In Uetikon am See seien die Verdächtigen auf ein Firmenareal abgebogen. Dort hätten die mutmasslichen Einbrecher erst kurz beschleunigt, bevor sie abrupt stoppten und zu Fuss wegrannten.
Einen der flüchtenden Männer konnten die Kommunalpolizisten vor Ort verhaften. Das von den Tätern ungesichert verlassene Fahrzeug rollte in das Polizeifahrzeug und beschädigte dieses leicht. Der verhaftete Mann wurde der Kantonspolizei übergeben. Bei ihm handelt es sich um einen 29-jährigen Mann mit italienischer und kroatischer Staatsbürgerschaft. Die Einbruchswerkzeuge und den wohl in Zollikon geklauten Schmuck soll er noch auf sich getragen haben.
Die gross angelegte Fahndung nach den beiden Flüchtigen dauerte bis in die späten Abendstunden an und blieb bislang erfolglos. Unter anderem stand auch ein Polizeihelikopter im Einsatz. Die Ermittlungen zum Einbruchsdelikt in Zollikon, zur Höhe des Deliktsguts sowie zum angerichteten Sachschaden seien noch am Laufen.
Verspätungen im Bahnverkehr
Die Verfolgung der Einbrecherbande schränkte auch den Bahnverkehr ein: So verkehrten mehrere S-Bahnen am rechten Seeufer am Dienstagabend mit Verspätung. Offiziell sprachen die SBB von einem «Fremdereignis». Doch in einer Durchsage informierte ein Lokführer die Fahrgäste, dass sich offenbar Personen auf dem Gleis befunden hätten. Dies infolge eines Polizeieinsatzes. Im betroffenen Einsatzgebiet waren die Züge deshalb während einiger Zeit nur mit eingeschränkter Geschwindigkeit unterwegs.
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