«Falsche Polizisten» geschnapptPolizei verhaftet Telefonbetrüger in Meilen
Fahnder der Kantonspolizei Zürich haben am Dienstag in Meilen zwei mutmassliche Telefonbetrüger verhaftet. Die Männer hatten sich gegenüber einer 47-jährigen Frau als Polizisten ausgegeben und Geld von ihr verlangt.

Wegen eines seltsamen Anrufs hat sich eine 47-jährige Frau aus Meilen am Dienstagabend bei der Kantonspolizei Zürich gemeldet. Sie war zuvor von Unbekannten kontaktiert worden, die sich als Europol-Beamte ausgaben. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, hatten die «falschen Polizisten» die 47-Jährige ausgefragt und Sie angeleitet, zur Bank zu gehen und einen grösseren Bargeldbetrag abzuheben. Sie sei weiter angewiesen worden, das Geld in einem Briefumschlag auf einem bestimmten Gehweg zu deponieren.
Die Kantonspolizei leitete umgehend Massnahmen ein. Zwei Männer konnten einige Stunden später – beim Abholen der Beute – verhaftet werden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 31-jährigen Rumänen und um einen 32-jährigen Deutschen. Beide haben ihren Wohnsitz im Ausland.
Polizei warnt vor Betrugsmasche
Bei der zurzeit im Kanton Zürich angewendeten Betrugsmasche geben sich die Anrufer als Polizisten aus. Die Anrufer überzeugen ihr Opfer, unter Einsatz von hohem psychischem Druck, dass sein Geld auf der Bank nicht mehr sicher ist. Wenn das Opfer zur Mitarbeit einwilligt, wird es dazu gedrängt, das Vermögen zu beziehen und sicherheitshalber an die vermeintlichen Polizisten zu übergeben.
Zum Schutz vor Telefonbetrügern empfiehlt die Kantonspolizei Zürich Folgendes:
• Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt, indem Sie die Nummer 117 wählen und nach dem spezifischen Polizisten fragen.
• Seien Sie misstrauisch, wenn man Sie dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie grössere Bargeldsummen, erst recht nicht telefonisch.
• Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.
• Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an unbekannte Personen.
• Deponieren Sie keinesfalls irgendwo Geld oder Wertsachen. Polizisten weisen sich immer mit ihrem Dienstausweis aus.
• Melden Sie verdächtige Anrufe oder geplante persönliche Kontaktaufnahmen umgehend der Polizei auf die Notrufnummer 117.
Weitere Informationen: www.telefonbetrug.ch
mst
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