Pumptrack in HombrechtikonZu Dutzenden stürzen sich Kinder in die Kurven
Nach zweijähriger Planung wurde der neue Pumptrack für Jung und Alt eingeweiht. Zur Eröffnung kamen sogar Familien aus Zürich nach Hombrechtikon.

- Der Pumptrack in Hombrechtikon wurde eröffnet.
- Rian und sein Bruder Julian reisten extra aus Zürich an.
- Die Anlage bietet auch einen Spielplatz und einen kleinen Skatepark.
Die Kinder um den Rand der Pumptrack-Anlage sind froh, als Gemeindepräsident Rainer Odermatt seine Rede im Rahmen der Eröffnungsfeier am Samstagnachmittag beendet hat. Endlich ist für sie die Bahn frei. Waghalsig stürzen sich Mädchen und Jungs in den hügeligen Asphalt-Circuit.

Unter den Kindern sind auch der achtjährige Rian und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Julian. Die beiden sind begeisterte Radfahrer, wohnen in der Stadt Zürich und sind für die Eröffnungsfeier der Pumptrack-Anlage extra nach Hombrechtikon gereist.
Umfallen und wieder aufstehen
«Sonst fahre ich mit meinem Bike immer auf einer Pumptrack-Anlage in der Stadt, aber auch in Hombrechtikon macht es Spass», stellt Rian fest. Sein Vater hörte von der neuen Anlage und wollte sie sogleich den Söhnen zeigen. Er glaubt, dass sich hier eine regelrechte Pumptrack-Community aufbauen könnte.

Auch Rians kleinem Bruder gefällt die Anlage. «Jetzt habe ich gerade richtig fest Gas gegeben», berichtet er in einer kurzen Zwischenpause. Doch manchmal ist Julian auch etwas zu schnell unterwegs. Während seiner nächsten Ausfahrt stürzt er in einer Kurve.

«Ich weiss gar nicht, wie es passiert ist», sagt Julian zu seinem Vater. Er habe zwar etwas Schmerzen im Oberschenkel, jedoch ist er fest davon überzeugt, dass er in wenigen Minuten wieder werde fahren können. «Angst habe ich nicht.» Auf die Worte lässt er Taten folgen. Gemeinsam mit seinem Vater sucht er wenige Minuten später eine neue Ideallinie.
Architekt von Weltcup-Strecken
«Mit dieser coolen, modernen Pumptrack-Sportanlage haben wir einen attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt erschaffen», ist Gemeindepräsident Rainer Odermatt (FDP) überzeugt. Dank einer Einzelinitiative von Jolanda Ferrat-Fluri und einer grossen Zustimmung beim Stimmvolk wurde die Anlage in den letzten Monaten auf dem Areal Holflüe errichtet.

Architekt dieser Anlage ist Uli Marek. Er ist einer der renommiertesten Bauer solcher Tracks und hat unter anderem in Lissabon und im arabischen Raum Weltcup-Anlagen errichtet. «Die Planung hat für uns vor etwa zwei Jahren begonnen», sagt Marek. Er nehme die Planung von Anfang an sehr ernst, denn jede Anlage soll einzigartig sein.
Die Hombrechtiker Anlage sei so attraktiv für den Landschaftsarchitekten und sein Team gewesen, weil sie neben dem Pumptrack auch noch einen Spielplatz und einen kleinen Skatepark beinhalte. «Solche Mehrgenerationenspielplätze sind immer etwas Tolles.»
Der Bruder nervt
Olivia ist acht Jahre alt und stimmt Gemeindepräsident Odermatt und Stararchitekt Marek zu. «Die Anlage ist super geworden.» Schon die temporäre Anlage auf dem Schulhausplatz habe sie oft genutzt. Jetzt aber sei es noch cooler.

«Eigentlich bin ich mit meinem Bruder hier, aber er fährt mir zu schnell», erzählt Olivia. Darum drehe sie nun gemütlich und allein ihre Runden. Der Bruder nerve zwar, aber sie müsse eingestehen, dass er auch besser fahre. Dennoch ist Olivia, wie wohl viele andere Kinder auch, überzeugt, dass sie bald wieder den Pumptrack besuchen wird.
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