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Heimspiel für Popduo

Mitreissende Stimmung: Das Uetliburger Popduo Karavann hat dänisch-schweizerische Wurzeln.
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Am Konzert der heimischen Popband Karavann am Samstag im Zak herrschte ausgelassene Partystimmung. Die Gäste jubelten und johlten und einige hielten während des gesamten Konzerts ein Transparent hoch. Es sei «abartig geil», heute hier zu spielen, verkündete Fabian Imper am Keyboard, welcher zusammen mit Gitarrist Tobias Jensen den Kopf der Band bildet.

Das Uetliburger Popduo mit dänisch-schweizerischen Wurzeln brachte im Oktober seine erste CD heraus. «Desert Tunes» mit elf selbst produzierten Songs schaffte es auf Anhieb auf Platz 14 der Schweizer Hitparaden- Charts. Am Samstag präsentierten die beiden Multiinstrumentalisten erstmals ihre Songs vor heimischem Publikum. Zusammen mit Schlagzeuger Roger Hintermann, Bassist Stephan Vonwiller und Sänger Ryan Sanders rockten und röhrten sie, schlugen aber auch sanfte Töne an. «De Song hämmer emal gschribe, wos üs nöd so guet gange isch», sagte Fabian Imper über «Rise & Fall».

Australischer Sänger

Der Keyboarder verriet auch, wie und warum der Australier Ryan Sanders Sänger der Band wurde. Sie seien über Youtube auf ihn ­gestossen und hätten sofort gewusst, das sei ihre Stimme, sie passe perfekt zu ihrer Musik. Sanders reiste vor zwei Jahren für die Produktion der CD in die Schweiz und blieb. Er sei ein guter Freund geworden. «We love you!», rief Imper aus und umarmte den Sänger. «The voice of Australia» gab Songs der CD wie «Feel Free» oder «Gimme Love» zum Besten, interpretierte aber auch fremde Hits wie «Human After All» des britischen Blues- und Soulsängers Rag 'n' Bone Man. «Let's have fun tonight», rief er ins Mikrofon.

Ausgelassene Stimmung

Spass haben und Party feiern fanden beim jungen Publikum Anklang. Es schwenkte mit Leuchtstäben und sang lauthals. Als die Musiker beim Song «Yes, We Can» über den Köpfen im Takt klatschten, klatschte der ganze Saal mit. Doch nicht nur junge Gäste erfreuten sich am Konzert. Impers 82-jährige Oma wippte ebenfalls im Takt. Es freue ihn enorm, sie im Publikum zu wissen, rief er dankend von der Bühne.

Der Adrenalinspiegel der Musiker nach dem Konzert war hoch. Unglaublich, wie viele Leute gekommen seien, sagte Tobias Jensen. Freunde, Bekannte und Verwandte waren unter den Gästen, und selbst ein früherer Oberstufenlehrer aus Gommiswald liess sich ihr Auftritt nicht entgehen. Anwesend war auch Fran­cisca Moor, Leiterin Kulturverwaltung der Stadt. Viele Gesichter seien ihnen bekannt, viele jedoch hätten sie zum ersten Mal gesehen.

Beeindruckt zeigte sich auch die Vorband Urban aus Rapperswil-Jona. Es sei eine Ehre, vor so einer grossartigen Band aufzutreten, sagte Gitarrist Timo Wenzel. Die fünfköpfige Band heizte dem Publikum ebenfalls mit eigenen Songs ein. Wie Vereinspräsident Martin Ricklin vom Zak sagte, erachtet der Verein es als seine Pflicht, den vielen aufkommenden Bands in Rapperswil-Jona eine Plattform zu bieten. Er freute sich mit der Band über das ausverkaufte Haus.