Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Der FCZ gewinnt das Derby
Zwei verschiedene Lebensrealitäten und ein verdienter Sieger

Bledian Krasniqi und Mounir Chouiar vom FC Zürich jubeln über ein Tor gegen den Grasshopper Club Zürich in der Super League.

Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Rund zehn Minuten bleiben den Grasshoppers. Zehn Minuten, in denen sie alles nach vorn werfen könnten. Zehn Minuten, in denen sie auf den Ausgleich drücken könnten. Zehn Minuten, in denen noch so viel passieren könnte. Doch es werden zehn Minuten, in denen GC nur noch einen Abschluss zustande bringt und dazu etliche Eigenfehler produziert.

Diese Schlussphase im Stadtderby gegen den FC Zürich steht sinnbildlich für den gesamten Auftritt von GC, das wohl bis zum Schlusspfiff nicht ganz realisiert, was dieses Derby für die Fans bedeutet. «Wir waren heute von der ersten Minute nicht da», sagt ein ernüchterter Tsiy Ndenge nach dem Spiel. «Ich habe heute nur eine Mannschaft gesehen, die das Derby angenommen hat wie ein Derby», sagt GC-Trainer Tomas Oral. Und dieses Team war nicht seines.

Und so ergibt sich nach diesem Duell in den Katakomben eine selten vorzufindende Einigkeit. «Der FCZ hat verdient gewonnen», sagen etwa GC-Captain Amir Abrashi oder auch FCZ-Torschütze Bledian Krasniqi. Nicht etwa, weil der FCZ einen derart wuchtigen Auftritt hinlegen würde, vielmehr weil die Grasshoppers einfach derart viele Fehler produzieren, dass es unschwer zu erkennen ist, dass sie sich weit hinten in der Tabelle befinden.

Der Gang der beiden Teams zu ihren Kurven ergibt nach diesem 1:2 auch ein Bild von zwei verschiedenen Lebensrealitäten. Einzelne Vertreter der GC-Kurve werfen noch etwas Abfall oder Papierfetzen Richtung Spieler, schreien ihren Frust von der Seele. Gegenüber tanzt und besingt die Südkurve ihre Spieler und feiert den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Spielen.

Bledian Krasniqi trifft per Kopf

Und die wenigen neutralen Fans stapfen die Tribüne hoch, machen sich auf den Weg nach Hause und fragen sich dort wohl, ob das wirklich «ein attraktives Spiel» oder «Werbung» war, wie es Moniz später nennt. So ganz zustimmen werden sie dem FCZ-Trainer da wohl nicht.

Zu viel lebt das Spiel von Zufälligkeiten, die durch Fehler oder falsche Entscheidungen entstehen. Zu wenig lebt es von grossartigen Momenten, wie etwa dem Weitschuss von GC-Verteidiger Noah Persson aus rund 30 Metern, der an den Pfosten knallt.

Und wenn es dann vor einem Tor gefährlich wird, ist es meist vor jenem der Grasshoppers. Ganz früh muss GC-Goalie Justin Hammel mit dem Fuss einen Schuss von Mounir Chouiar abwehren oder kurz später einen Schuss von Rodrigo Conceicao parieren. Beim ersten Gegentreffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sieht Hammel etwas unglücklich aus, wehrt einen Kopfball des ehemaligen GC-Spielers Steven Zuber nur ungenügend ab, Jean-Philippe Gbamin kann abstauben.

Rund zehn Minuten zuvor sorgt Benjamin Mendy dafür, dass die Stimmung im Letzigrund emotional wird. Der FCZ-Verteidiger tritt nach einem Foul von Benno Schmitz gegen den Deutschen nach, sieht von Schiedsrichter Luca Cibelli die Gelbe Karte und darf sich glücklich schätzen, noch bis zur Pause auf dem Feld stehen zu dürfen, dann wechselt ihn sein Trainer aus.

Beim zweiten Goal des FCZ durch Bledian Krasniqi trifft GC-Goalie Hammel dann aber sicherlich keine Mitschuld. Vielmehr müssen sich seine Vorderleute, allen voran Ndenge, fragen, weshalb sein Gegenspieler derart frei im Strafraum zum Kopfball kommt. Auch diese Nachlässigkeit steht sinnbildlich für den Auftritt der Grasshoppers, die nur zwei Schüsse aufs gegnerische Tor abgeben. Immerhin landet einer, jener von Adama Bojang in der 82. Minute, auch gleich im Goal. Wenigstens in Sachen Effizienz vermag GC an diesem Sonntag zu überzeugen.

Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Ausgangslage FCZ

Drei Siege aus den letzten vier Partien und dabei neun Tore erzielt: Der FCZ befand sich vor der Länderspielpause in guter Form. Mit einem Sieg im Derby gegen die Grasshoppers hat der FCZ heute die Möglichkeit, sich weiter in der Championship-Group festzusetzen.

Eine besonders spezielle Affiche ist diese Partie für FCZ-Akteur Steven Zuber: Der ehemalige GC-Spieler trifft nach seinem brisanten Wintertransfer ein erstes Mal auf seinen Jugendverein.

Ausgangslage GC

Die Ausganslage vor dem Derby ist klar: GC braucht dringend Punkte! Eine Niederlage gegen den FCZ könnte bereits die potenzielle Vorentscheidung im Abstiegskampf bedeuten. In einer schwierigen Saison liegen die Grasshoppers nach 28 Spieltagen auf dem Barrage-Platz. Der Rückstand auf Yverdon und den rettenden 10. Platz beträgt vor dem Derby fünf Punkte.

Vor der Länderspielpause zeigte GC zwar ansprechende Leistungen, zu einem Sieg reichte es den Grasshoppers aber weder zuhause beim Remis gegen Sion noch bei der Auswärts-Niederlage in St. Gallen. Gelingt der Mannschaft von Tomas Oral ausgerechnet im Derby der Umschwung?

Hallo …

… und herzlich willkommen zum Liveticker der Partie zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich! Es freut mich, dass Sie das 289. Zürcher Derby live mit uns verfolgen.