AboFälle von illegalem Wasserbezug häufen sich
Wegen des heissen Sommers verzeichnen die Werke am Zürichsee aussergewöhlich viele Fälle von unerlaubtem Wasserbezug. In Inseraten machen sie darauf aufmerksam, dass dies verboten ist, und drohen mit Strafanzeige.

Wasserdiebstahl aus öffentlichen Hydranten: Man würde meinen, diese Schlagzeile stammt aus einer dürren Weltgegend wie Kalifornien. Die mit Wasser und Geld reich gesegnete Goldküste gerät für solche Delikte weniger unter Verdacht. Doch der Hitzesommer treibt seltsame Blüten. «In den letzten Wochen haben wir eine starke Zunahme an illegalen Wasserentnahmen festgestellt», sagt Rolf de Pietro, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Werke am Zürichsee AG. In ihren Anzeigen weisen die Wasserwerke mit Sitz in Küsnacht darauf hin, dass die unbewilligte Wasserentnahme ab Hydranten strafbar ist. An welchen Hydranten wieviel Wasser abgezapft wurde, kann de Pietro nicht sagen. Er schätzt, dass rund 1 Prozent des Wassers in den Gemeinden Küsnacht, Erlenbach und Zollikon unerlaubt bezogen wird.