Bürger sollen Stadtfest mitgestalten
Mit einem zweitägigen Fest im August feiert die Stadt das 10-Jahr-Jubiläum der Vereinigung. Sie hat nun ein OK mit der weiteren Planung beauftragt. Dieses sucht Bürgerinnen und Bürger, die das Programm mitgestalten wollen.

Der Ort hat symbolischen Charakter. Die Neue Jonastrasse verbindet die Zentren von Rapperswil und Jona. Hier, auf dieser Verbindungsachse, wird am Wochenende vom 19./20. August das Stadtfest stattfinden, mit dem der Stadtrat das 10-Jahr-Jubiläum der Gemeindevereinigung feiern will. Es solle ein vielschichtiges Fest an diesem für die Stadt speziellen Ort werden, sagte Schulpräsident Thomas Rüegg anlässlich einer Medienorientierung. Rüegg amtete in der bisherigen Vorbereitungsphase als OK-Präsident.
Für die weitere Planung, die in den kommenden Monaten ansteht, übergibt Rüegg das OK-Präsidium in erfahrene Hände. Mit der Umsetzung des Stadtfestes hat die Stadt nämlich Fabian Villiger beauftragt. Der Geschäftsführer der in Rapperswil-Jona ansässigen Werbeagentur Mediasign hat Erfahrung in der Organisation von Festanlässen. Er amtet auch als OK-Präsident des Seenachtfestes und der Expo Rapperswil-Jona. Ihn reize die Herausforderung, ein Fest, das es so noch nie gegeben habe, aus dem Boden zu stampfen – beziehungsweise «aus der Neuen Jonastrasse zu stampfen», wie Villiger sagt.
Inzwischen hat Villiger sein Team zusammengestellt. Es besteht aus Andrea Frei (Kommunikationsbeauftragte und Schnittstelle zur Stadtverwaltung), Carmen Betschart (Sekretariat), Stefan Peter (Programm), Christoph Kamber (Bau und Infrastruktur) und Ernst Brönnimann (Festwirtschaften).
Alle sollen auf die Strasse
Das Stadtfest steht unter dem Motto «Ein Fest von und für Rapperswil-Jona». Es soll keine Kopie der Grossanlässe wie Seenachtfest, Blues 'n' Jazz oder Tavolata sein. Vielmehr wünscht sich das OK ein vielfältiges Fest mit reger Beteiligung der Einwohner von Rapperswil-Jona. Entsprechend setzt das OK auch nicht auf nationale Acts, sondern regionales Schaffen. «Die ganze Bevölkerung soll während dieser zwei Tage auf die Strasse», sagt Villiger. Festbeginn wird am Samstagmittag sein, dauern wird der Anlass bis um 18 Uhr am Sonntag. Der Freitagabend werde für den Aufbau der Infrastruktur gebraucht, sagt Villiger.
Damit auf dem gesperrten Strassenabschnitt dann auch etwas läuft, hofft die Stadt auf die Beteiligung der Rapperswil-Joner. «Wir suchen Leute, die etwas beitragen wollen», sagt Stefan Peter, im OK für das Ressort Programm verantwortlich. Angesprochen sind Einzelpersonen wie auch Gruppen und Vereine. Gesucht seien Musiker, Geschichten- und Witze-Erzähler, Redner, Sportbegeisterte und viele mehr. Das OK ist für die buntesten Ideen offen – ob jemand am Sonntagmorgen auf der gesperrten Strasse eine Yogastunde anbieten, einen Fusionstalk organisieren oder Anekdoten über Rapperswil-Jona erzählen will – ab heute können sich Interessierte im Internet beim OK melden. Einziges zwingendes Kriterium: Die Beteiligten sollen aus Rapperswil-Jona kommen. Auf den drei Bühnen gäbe es laut OK Platz für bis zu 100 Darbietungen.
Den Vereinen will die Stadt die Möglichkeit bieten, mit dem Betrieb eines Festzeltes einen Zustupf für die Vereinskasse zu erwirtschaften. Zehn Festzelte soll es entlang der Neuen Jonastrasse geben. Diese können zu einem Fixbetrag gemietet werden. Gruppen, denen ein ganzes Zelt zu viel Arbeit macht, können alternativ einen Marktstand mit entsprechendem Verpflegungsangebot betreiben.
Bewilligung steht noch aus
Damit das Fest ungestört über die Bühne gehen kann, wird die Neue Jonastrasse im Abschnitt zwischen Kniestrasse und der Verzweigung Alte Jonastrasse gesperrt. Die Bewilligung steht zwar noch aus. Die Gespräche mit dem Kanton seien aber auf gutem Weg, sagt Fabian Villiger. Zurzeit werde das detaillierte Signalisations- und Umfahrungskonzept ausgearbeitet. Thomas Rüegg hofft auf den Goodwill der Bevölkerung und insbesondere der Anwohner, damit diese den zweitägigen Anlass mitten im Stadtgebiet mittragen. Kosten soll das Fest rund 270 000 Franken. Das mache einen Franken pro Einwohner und Vereinigungsjahr, rechnet Thomas Rüegg vor.
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